Mittwoch, 3. August 2016

SHADOW AND BONE (THE GRISHA BOOK 1)

Titel: Shadow and Bone (The Grisha Book 1)
AutorIn: Leigh Bardugo
Verlag: Indigo (Orion)
Erscheinungsjahr: 2012
Umfang: 369

Surrounded by enemies, the once-great nation of Ravka has been torn in two by the Shadow Fold, a swath of near impenetrable darkness crawling with monsters who feast on human flesh. Now its fate may rest on the shoulders of one lonely refugee. Alina Starkov has never been good at anything. But when her regiment is attacked on the Fold and her best friend is brutally injured, Alina reveals a dormant power that saves his life—a power that could be the key to setting her war-ravaged country free. Wrenched from everything she knows, Alina is whisked away to the royal court to be trained as a member of the Grisha, the magical elite led by the mysterious Darkling. Yet nothing in this lavish world is what it seems. With darkness looming and an entire kingdom depending on her untamed power, Alina will have to confront the secrets of the Grisha…and the secrets of her heart.

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Die meisten Leseratten waren schon als Kinder verrückt nach Büchern. Ich bin da keine Ausnahme. Die meisten meiner Kindheitsschätze lagern einige hundert Kilometer entfernt auf dem Dachboden meiner Eltern, aber ein paar stehen bei mir im Regal. Mit dabei ist ein wunderschön illustriertes russisches Märchenbuch. Die merkwürdigen Geschichten rund um die Baba Yaga und einen Ofen, der von selbst durch die Gegend fährt haben mich als Kind zwar immer gegruselt, aber auch fasziniert. Hier mal ein kleines Foto für euch:

"So I'm the Darkling's prisoner?"
"You're under his protection."
"What's the difference?"
Ivan's expression was unreadable. "Pray you never find out." (Chapter 4)

Und jetzt fällt mir dieses Fantasybuch in die Hände, das sich wohl an russischer Folklore orientieren soll. Meine Erwartungen an die Grischa-Trilogie waren sehr hoch, nicht zuletzt, weil Jan von Lost Pages die Bücher gelobt hat, und auf sein Urteil verlasse ich mich gern. Ich spanne euch nicht länger auf die Folter – ich bin restlos begeistert!

Die Welt der Grischa ist ein farbenfroher Mix aus allem, was einen spannenden Fantasyroman ausmacht, gekleidet in das erfrischend neue Kleid mit russischem Flair. Das fängt an bei ein paar eingestreuten Brocken Russisch (die ich mir mit meinem einjährigen Grundkurs an der Uni noch halbwegs übersetzten konnte), geht über Feste und atemberaubende Kleider bis hin zur typischen Architektur. Die Nachbarvölker erinnern vage an Skandinavien und die Mongolei, vermischt mit Fantasy-Elementen. So gelingt es der Autorin, mit wenigen Details im Kopf des Lesers eine große Fantasywelt aufzubauen. In Punkto Worldbuilding kriegt dieses Buch von mir Bestnoten!

Das Magiesystem wird nicht übermäßig kompliziert erklärt, ist aber sehr vielfältig und wichtig für die Geschichte. Dank verschiedener Farbcodes findet man sich schnell zurecht. Auch hier beweist die Autorin, dass sie mit wenigen Details große Wirkung erzielen kann.

Unsere Heldin ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Bilderbuchheldin. Ein graues Mäuschen, schon immer eine Außenseiterin und schon immer verliebt in ihren Sandkastenfreund. Leigh Bardugo erfindet das Rad hier nicht neu, aber das ist auch nicht weiter nötig, denn Alina war mir von Anfang an sympathisch, nicht zuletzt deswegen, weil sie nie über ihr Schicksal meckert, sondern immer versucht, das Beste daraus zu machen und bescheiden zu bleiben. Schön fand ich, dass man zwar in der ersten Hälfte des Buches bereits erahnen konnte, wer in dieser Geschichte Alinas Gegenspieler sein könnte, die Auflösung kommt aber erst in der Mitte des Buches. An der Nebenfigur Genya wurde schön gezeigt, dass es ganz viele verschiedene Arten von Außenseitern gibt.

Sehr gut gefallen hat mir in diesem Buch das "Pacing". Mir wurde nie langweilig, die Balance zwischen schnellen und langsamen Szenen hat für mich optimal gepasst. Die Liebesgeschichte war zart, die Actionstory spannend, beide haben sich nicht behindert.

Fazit

Tolle Welt, liebenswürdige Helden, keine Langeweile und eine zarte Liebesgeschichte. Achtung, Suchtgefahr! Zum Glück hab ich mir die Trilogie im Bundle gekauft.


Der Kellner empfiehlt

starken Tee aus dem Samowar mit viel Zucker, dazu Blini


Wertung


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