Mittwoch, 21. September 2016

RUIN AND RISING (THE GRISHA BOOK 3)

Titel: Ruin and Rising (The Grisha Book 3)
AutorIn: Leigh Bardugo
Verlag: Indigo (Orion)
Erscheinungsjahr: 2014
Umfang: 369 Seiten

The capital has fallen. The Darkling rules Ravka from his shadow throne. Alina will have to forge new alliances and put aside old rivalries as she and Mal race to find the last of Morozova's amplifiers. But as Alina begins to unravel the Darkling's secrets, she reveals a past that will forever alter her understanding of the bond they share and the power she wields. The firebird is the one thing that stands between Ravka and destruction - but claiming it could cost Alina the very future she is fighting for.

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Den Abschluss der Grischa-Trilogie kann man mit einem Wort am besten beschreiben: rasant. Schlag auf Schlag folgen die Ereignisse aufeinander, Alina und ihre Freunde scheinen ständig auf der Flucht zu sein. Manchmal bin ich nicht mehr ganz mitgekommen, wer eigentlich warum gerade wo ist oder wovor wegrennt. Wie auch in den anderen Büchern gab es wieder Twists, die ich nicht habe kommen sehen. Besonders geschockt hat mich Nikolais bizarres Schicksal.

Dass Mal und Alina nicht ohne einander können, weiß die Leserin besser als die Figuren. Zwar versuchen sie am Anfang des Buches erneut, nichts füreinander zu empfinden, aber das hat bisher nicht funktioniert und ist auch diesmal aussichtslos. Mals Opfer am Ende kam für mich überraschend und ich hätte der Autorin sogar zugetraut, dass diese Geschichte ohne Happy End enden könnte … ob es dann wirklich so ist, will ich hier nicht verraten. So viel kann ich aber sagen – ich fand das Ende sehr stimmig und passend.

"What's happening?", I asked. "This is the part where we run," Nikolai said pleasantly, though I could see the strain on his dirt-smudged face. (Chapter 6)

Sehr gut gefallen hat mir Alinas Entwicklung in diesem Band. Durch die schweren Zeiten, die sich überleben musste, ist sie zwar einerseits nicht mehr so leicht zu manipulieren wie am Anfang. Dennoch ist sie sich immer noch nicht ihrer Sache sicher. Sie zögert, hinterfragt ihre Entscheidungen ständig. Obwohl sie schon so mächtig ist und obwohl die Macht sie ständig verlockt, bleibt sie durch diese Zweifel doch menschlich. Sie will stark sein, will das alles nicht an sich herankommen lassen, aber das gelingt ihr nicht immer.

Eine Tendenz aus Teil 2 setzt sich hier fort: die Nebenfiguren werden so wichtig und so vielschichtig, dass man manchmal vergessen könnte, dass die Geschichte sich hauptsächlich um Alina und Mal dreht. Eine Ausnahme dazu bildet der Darkling. Während er im ersten Band noch eine durchaus interessante Figur war, ist er in Band 2 und 3 eigentlich nur noch als Bedrohung im Hintergrund anwesend. Schade, denn diese Figur in der moralischen Grauzone hat mich am Anfang durchaus fasziniert. Im Gegensatz zu den anderen Figuren scheint er aber nichts gelernt zu haben. Alle anderen Charaktere gehen aus diesem Abenteuer gestärkt, aber mit Narben hervor – das hat mich besonders beindruckt!

Fazit

Rasanter Abschluss einer sehr lesenswerten Trilogie. Ich gebe aber zu, dass es mir teilweise fast zu schnell ging. Daher nur sehr gute 4 von 5 Sternen.


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